Kinder in der Scheidungsfalle

Wenn es nach den Kindern ginge, würden sie am liebsten Mutter und Vater als kooperative, liebende Ansprechpartner und Vorbild behalten. Eigene Angst, Verletzungen oder Wut zwischen den Erwachsenen machen leider oft blind dafür.

Wenn Kinder in der Krisensituation geschützt werden, haben später alle Beteiligte existenzielle und finanzielle Vorteile, denn

  • belastete Kinder wiederholen oft das Schuljahr;
  • Kinder unter Druck sind öfters krank;
  • verängstigte Kinder brauchen erhöhte Aufmerksamkeit und Betreuung;
  • Bettnässen, Leistungsverweigerung oder Aggression können die Folge sein.

 

Keiner darf vergessen, dass (Menschen-)Rechte und (Menschen-) Würde gewahrt bleiben müssen, egal wie hart die Auseinandersetzung auch geführt werden muss. Erwachsene sind für die Emotionen und Zustände in der Familie verantwortlich, Machtkämpfe um die Zuneigung der Kinder führen nur zu tiefer seelischer Verletzung

  • Kinder dürfen keine Entscheidungen treffen, denen sie nicht gewachsen sind;
  • Kinder dürfen ihre Meinung und Emotionen ausdrücken, ohne dass sie deswegen unter Spannungen geraten;
  • Kinder haben keine „Glücksbringerfunktion“.

 

Das Ziel ist es mit Ihnen die Situation schnellst möglich zu klären und zukunftsfähige Lösungen zu finden:

  • Dort, wo noch eine gewisse Gesprächsgrundlage besteht, werden wir versuchen möglichst rasch eine gute Lösung für Alle zu finden. Wenn sich KlientInnen des Preises einer weiteren Eskalation bewusst werden, ist es oft nur mehr ein kleiner Schritt zu einer vernünftigen Lösung;
  • je nach Grad der Zerrüttung kann es schon zu Drohstrategien gekommen sein, die aber nicht weiter bringen. Hier kann die psychologische Betreuung helfen, aus der Sackgasse zu gelangen, damit auf juristischer Ebene wieder tragfähig gearbeitet werden kann;
  • liegen schon Verletzungen und Tätlichkeiten vor, besprechen wir Möglichkeiten der räumlichen Trennung – oder auch der Ausweisung.